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Zeckenzange, Zeckenhaken, Zeckenkarte und
Zeckenschlinge

Definition

(Veterinär-)Medizinisches Handinstrument aus Metall oder Plastik zur mechanischen Entfernung einer angehefteten Zecke mittels Zug und/oder Drehung.

Aufbau

Zeckenzange und Zeckenhaken haben in der Mitte einen ca. 10cm langen Handgriff.

An dessen Spitze sitzen bei der Zeckenzange zwei Backen die gegen einen Federwiderstand geöffnet werden können um die Zecke zu fassen. Am anderen Ende des Griffs sitzt der Stempel zum Öffnen der beide Backen.

Der Zeckenhaken verfügt über einen, im 90° Winkel zum Griff stehenden, V-förmigen Schlitz, der parallel zur Haut des Wirts um den Kopf der Zecke geschoben wird.

Bei der Zeckenkarte sitzt der V-förmigen Schlitz an der Ecke einer Plastikkarte die ca. im Format einer Scheckkarte gefertigt wird. Bei einigen Ausführungen gibt es Schlitze mit verschiedenen Öffnungsbreiten. Damit können unterschiedlich große Zecken - Nymphen und ausgewachsene Tiere - gefasst und entfernt werden.

Bei der Zeckenschlinge sitzt am Ende des Griffs ein feiner Draht oder stabiles Garn, welches um den Kopf der Zecke gelegt wird. Die Schlinge wird dann zugezogen und man kann die Zecke ohne Druck auf den Körper herausziehen.

Darüber hinaus kann man auch spitze Pinzetten oder einen dünnen, reißfesten Bindfaden verwenden.

 

Verwendung

Zecken legen sich nach dem Biss meist flach auf den Körper des Wirts. Als erstes wird die Zecke aufgerichtet. Man kann die Haut um die Bissstelle von zwei Seiten ein wenig zusammenschieben, damit sich eine Hautfalte erhebt und die Zecke exponiert ist. Dann sollte sie  möglichst weit unten am Kopf (und nie am Körper) gegriffen werden. Erwischt man sie weiter oben am Körper, kann dieser gequetscht werden oder sogar abreißen. Beim Entfernen selber kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz: Hierbei wird unterschieden zwischen Zug- und Drehbewegungen. Ruckartiges Ziehen oder Reißen sollte man unterlassen, denn bei leichtem, kontrolliertem Zug hat die Zecke die Möglichkeit ihre Mundwerkzeuge selbst einzufahren und man vermeidet damit, dass Stücke davon abreißen und in der Bisswunde hängen bleiben.

Wenn die Zecke bei leichtem Zug noch nicht loslässt, kann man sie ein wenig drehen. Meist reichen eine oder zwei Vierteldrehungen schon aus, damit sie loslässt. Dreht man die Zecke mehrmals um ihre eigene Achse, kann der ganze Mundapparat abscheren und im Wirt stecken bleiben.

Nach Entfernen der Zecke sollte die Wunde desinfiziert werden, um das Infektionsrisiko zu senken.

 

Risiken

Da mit steigender Saugzeit der Zecke die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern steigt, ist es ratsam die Zecke möglichst schnell zu entfernen. Wenn Sie sich die Entfernung der Zecke selber nicht zutrauen, gehen Sie lieber zum Arzt und lassen ihn die Entfernung durchführen.

Entfernen Sie die Zecke selber, ist zu beachten, dass die Verwendung alter Hausmittel zu passiven Entfernung der Zecke durch Betröpfeln mit Alkohol, Öl, Benzin, Nagellackentferner, etc. heutzutage als überholt, ja sogar als gefährlich gilt. Die Zecke kann dabei in Panik geraten, sich noch tiefer in die Wunde versenken.

Bei mechanischem Entfernen von Zecken besteht immer die Gefahr, dass der Mundapparat (Hypostom) oder Teile davon abreißen oder abbrechen und in der Haut des Wirts zurückbleiben. Diese Teile bestehen aus Chitin und werden vom Körper des Wirts nach einiger Zeit abgestoßen. Vereinzelt können sie dort Entzündungen, Rötungen etc. hervorrufen. In diesem Fall sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen und die Wunde untersuchen lassen. Das ist auch ratsam, wenn die Stichstelle anschwillt, schmerzt oder pocht. Grippeähnliche Symptome oder eine kreisrunde Rötungen um die Bissstelle erfordern ebenfalls ein Hinzuziehen des Arztes.

Allgemein soll vermieden werden, dass die Zecke während der Extraktion an Körper oder Kopf gedrückt oder gar zerquetscht wird. Denn dabei können Körperflüssigkeiten, die eventuell Krankheitserreger enthalten, über die Bisswunde von der Zecke in den Wirt gepresst werden.

Von der Entfernung mit den Fingern oder Fingernägeln ist abzuraten, da die Zecke hierbei meist gequetscht wird.